Akustische Ortung
Austretendes Wasser erzeugt Schwingungen. Boden- und Kontaktmikrofone verstärken dieses Geräusch, sodass wir Rohrbrüche elektroakustisch punktgenau eingrenzen.
24h-Notdienst · zerstörungsarme Diagnose
In Krefeld zeigt sich die Baugeschichte der Samt- und Seidenstadt auch bei Wasserschäden: Gründerzeitliche Altbauten mit mehrfach erneuerten Leitungswegen stehen neben Nachkriegsbauten, Reihenhäusern und jüngeren Gewerbeobjekten. Am Niederrhein können feuchte Kellerwände ein bekanntes Thema sein, doch nicht jede nasse Stelle kommt aus dem Erdreich. Undichte Heizungsrohre im Estrich, schadhafte Fallleitungen oder kleine Lecks hinter modernisierten Bädern bleiben häufig lange verborgen. Besonders in bewohnten Altbauten ist es wichtig, historische Böden und Oberflächen nicht großflächig auf Verdacht zu öffnen. Wir grenzen die Ursache deshalb mit passenden Messverfahren systematisch ein, unterscheiden Leitungswasser von eindringender Feuchte und dokumentieren den Befund verständlich. Das gilt für die Stadtmitte ebenso wie für Häuser in Uerdingen nahe dem Rhein, gewachsene Wohnlagen in Fischeln oder freistehende Gebäude in Traar. So erhalten Eigentümer, Hausverwaltungen und Reparaturbetriebe eine belastbare Grundlage für die nächsten Schritte, ohne den Schaden durch unnötige Sucharbeiten zu vergrößern.
Früh erkennen
Schließen Sie alle Wasserhähne und schalten Sie Waschmaschine, Spülmaschine und andere Verbraucher aus. Notieren oder fotografieren Sie den Stand der Wasseruhr. Bewegt sich das kleine Kontrollrad innerhalb von fünf Minuten weiter, obwohl kein Wasser entnommen wird, spricht das für eine Undichtigkeit. Der Test ersetzt keine fachliche Ortung, liefert aber einen wichtigen ersten Hinweis.
Die ersten 60 Minuten
Messverfahren
Kein Gebäude und kein Leitungsschaden gleicht dem anderen. Deshalb kombinieren wir Messwerte, statt auf Verdacht zu stemmen. Rauchgas oder Nebel, Ultraschall, UV-Fluoreszenz und eine Kugelsonde ergänzen die folgenden Hauptverfahren bei besonderen Aufgaben.
Austretendes Wasser erzeugt Schwingungen. Boden- und Kontaktmikrofone verstärken dieses Geräusch, sodass wir Rohrbrüche elektroakustisch punktgenau eingrenzen.
Eine Wärmebildkamera macht Temperaturunterschiede sichtbar. Das hilft besonders bei Warmwasserleitungen, Heizungsrohren und Fußboden- oder Flächenheizungen.
Nach dem Entleeren wird ein ungiftiges Wasserstoff-Stickstoff-Gemisch (5:95) eingebracht. Ein Gasdetektor erkennt kleinste Austrittsmengen durch Estrich oder Erdreich.
Ein Feuchtemessgerät und dielektrische Messverfahren zeigen, wie weit Wasser in Wand, Estrich oder Dämmschicht vorgedrungen ist – ohne Bauteile zu öffnen.
Endoskop, Videoinspektion und Rohrkamera erlauben den Blick in Hohlräume und Abwasserleitungen durch eine kleine vorhandene Öffnung.
Getrennte Leitungsabschnitte werden kontrolliert unter Druck gesetzt. Ein Druckabfall bestätigt die Undichtigkeit und grenzt den betroffenen Kreis ein.
Zwei Sensoren vergleichen die Laufzeit des Leckgeräuschs. Die Korrelation eignet sich besonders für längere, erdverlegte Trinkwasserleitungen.
Das Ergebnis: eine möglichst punktgenaue, zerstörungsfreie Ortung. Erst für die eigentliche Reparatur wird die Oberfläche an der ermittelten Stelle gezielt geöffnet.
Einsatzbereiche
Wir prüfen Kalt- und Warmwasserleitungen mit Druckprobe, Akustik, Korrelation oder Prüfgas. Auch ein kaum sichtbarer Rohrbruch lässt sich so eingrenzen.
Bei Heizungsrohren und Flächenheizungen zeigen Druckverlust, Wärmebild und Tracergas, welcher Kreis betroffen ist – ohne den gesamten Estrich zu öffnen.
Rohrkamera, Videoinspektion, Nebel und Dichtheitsprüfung decken Risse, defekte Muffen und undichte Entwässerungsleitungen auf.
Tracergas, Rauchgas und elektrische Messverfahren prüfen Dachflächen und Anschlüsse. Entscheidend ist, Eintrittsstelle und sichtbaren Wasseraustritt nicht gleichzusetzen.
Druckproben trennen Becken, Einbauteile und Rohrsysteme. Prüfgas oder UV-Fluoreszenz lokalisiert kleine Verluste an schwer erreichbaren Stellen.
Bodenmikrofon, Korrelation, Tracergas und Kugelsonde helfen bei langen Leitungswegen im Garten, unter Zufahrten oder zwischen Gebäuden.
Transparente Richtwerte
Einen seriösen Pauschalpreis gibt es vor der Diagnose nicht. Leitungslänge, Zugänglichkeit, Gebäudeaufbau, benötigte Messverfahren, Zahl der möglichen Schadensquellen und Einsatzzeit bestimmen den Aufwand. Die folgenden Brutto-Richtwerte geben Orientierung:
| Leistung / Verfahren | Typischer Preisrahmen |
|---|---|
| Grundpauschale / Anfahrt | 80–180 € |
| Akustische Ortung | 150–450 € |
| Thermografie | 250–500 € |
| Tracergas | 350–700 € |
| Feuchtemessung | 100–200 € |
| Endoskopie | 200–400 € |
| Standard-Ortung gesamt | 200–600 € |
| Komplexe Ortung (Estrich / Flachdach) | 1.500–2.000 € |
| Wochenend- / Notzuschlag | +50–100 % |
| Trocknung | 30–60 € je Gerät/Tag oder 400–1.200 € je Raum |
| Estrich fräsen | ab 15 €/m² |
Ortung, Reparatur und Trocknung sind drei separate Leistungen. Die Leckortung findet die Ursache. Danach repariert ein Fachbetrieb das Rohr oder die Abdichtung. Durchfeuchtete Bauteile benötigen eventuell eine Bautrocknung. Ein detailliertes Angebot sollte diese Positionen einzeln ausweisen.
Die präzise Diagnose spart häufig mehr, als sie kostet: Großflächiges Aufstemmen auf Verdacht kann mit Wiederherstellung rund 8.000 € verursachen. Messwerte ermöglichen dagegen eine kleine, gezielte Öffnung.
Schadenregulierung
Bei einem versicherten Leitungswasserschaden trägt die Wohngebäudeversicherung üblicherweise die notwendige Schadensermittlung am Gebäude, die Reparatur versicherter Gebäudeteile und Folgeschäden. Ob auch Zuleitungsrohre außerhalb des Hauses oder bestimmte Abdichtungen gedeckt sind, steht im Vertrag.
Sie ersetzt versicherte bewegliche Sachen wie Möbel, Teppiche oder Elektrogeräte. Für Rohr, Estrich und Wand ist sie nicht zuständig. Eigentümer benötigen deshalb meist Gebäude- und Hausratschutz mit unterschiedlichen Aufgaben.
Fest installierte Leitungen und die Bausubstanz fallen grundsätzlich in den Verantwortungsbereich des Vermieters. Mieter müssen einen Schaden unverzüglich melden und zumutbar begrenzen. Eigenmächtige umfangreiche Arbeiten sollten vermieden werden.
Eine fachlich notwendige, erfolglos gebliebene Suche kann als Schadensermittlung erstattungsfähig sein, sofern konkrete Anzeichen für einen versicherten Schaden bestanden. Das ist keine pauschale Zusage: Bedingungen, Selbstbehalt und vorherige Freigabe zählen. Melden Sie den Versicherungsfall früh, fragen Sie nach der Kostenübernahme und bewahren Sie Messprotokoll, Bilder und Rechnungen auf. Fachliche Dokumentation hilft dem Sachverständigen oder Gutachter.
Bei grober Fahrlässigkeit – etwa einem lange ignorierten, offensichtlichen Schaden – kann der Versicherer Leistungen kürzen. Rechtsprechung wie BGH IV ZR 236/20 zeigt, dass der Einzelfall und die konkreten Versicherungsbedingungen entscheidend sind. Diese Hinweise sind allgemeine Informationen und keine Rechts- oder Deckungsberatung.
Von der Diagnose zur Lösung
Wir klären Symptome, Leitungsverlauf, Schadensbeginn und bereits getroffene Maßnahmen.
Messraster und Sichtprüfung zeigen Ausbreitung und mögliche Ursprungsbereiche.
Wir trennen Systeme und prüfen, ob Trinkwasser, Heizung oder ein anderer Kreis Druck verliert.
Passende Verfahren grenzen den Austritt möglichst punktgenau ein.
Sie erhalten Messbefund, Fotos, Markierung und ein Versicherungsprotokoll.
Ein Fachbetrieb öffnet gezielt, repariert und trocknet betroffene Bauteile.
Folgeschäden vermeiden
Mit dem Abdichten des Rohrs ist der Wasserschaden nicht automatisch beendet. Wasser kann in Estrich, Dämmschicht, Wand oder Decke stehen und dort Schimmel sowie Materialschäden verursachen. Eine Kontrollmessung zeigt, ob natürliche Lüftung genügt oder eine technische Bautrocknung erforderlich ist.
Bei einer Estrich- oder Dämmschichttrocknung führen Schläuche trockene Luft in den Bodenaufbau und saugen feuchte Luft gefiltert ab. Gerätezahl, Laufzeit und Hygieneanforderungen richten sich nach Fläche und Belastung. Nach dokumentierter Zielerreichung folgen Desinfektion, Putz-, Maler- und Bodenarbeiten. Wir stimmen Diagnose, gezielte Reparatur und Sanierung so ab, dass kein Arbeitsschritt doppelt erfolgt.
Regional erreichbar
Wir kombinieren professionelle Messverfahren für eine hohe Trefferquote beim Ersttermin und markieren die Reparaturstelle möglichst genau.
Bei akutem Leitungswasserschaden zählt jede Stunde. Wir priorisieren Notfälle und helfen schon am Telefon bei der Schadenbegrenzung.
Nachvollziehbare Messwerte, Fotos und Befunddokumentation erleichtern die Abstimmung mit Versicherung, Sachverständigem und Reparaturbetrieb.
Wir sind vor Ort in Krefeld, Uerdingen, Fischeln, Hüls, Bockum, Oppum, Linn, Traar, Meerbusch, Willich, Tönisvorst und der näheren Umgebung. Für die Terminplanung nennen Sie uns bitte Schadensbild, Adresse und Erreichbarkeit der Leitungen.
Transparenzhinweis: Qualifikationen, Zertifizierungen, echte Fallzahlen und eine belastbare Ersttermin-Trefferquote werden erst veröffentlicht, sobald sie für den ausführenden Partner nachgewiesen sind.
Häufige Fragen
Leckortung bezeichnet die systematische Suche nach jeder Undichtigkeit an Leitungen, Abdichtungen oder Bauteilen. Rohrbruchortung ist der engere Begriff für ein beschädigtes Rohr. Ziel ist immer, die Ursache möglichst genau und ohne großflächiges Aufstemmen zu lokalisieren.
Typisch sind feuchte Flecken, Schimmel, muffiger Geruch, eine unerklärlich hohe Wasserrechnung, Druckverlust der Heizung oder eine laufende Wasseruhr trotz geschlossener Verbraucher. Auch einzelne warme Bodenstellen können auf eine undichte Heizleitung hinweisen.
Nach Vorgespräch und Sichtprüfung messen wir Feuchtigkeit und prüfen einzelne Leitungssysteme. Je nach Befund folgen Druckprobe, akustische Ortung, Thermografie, Prüfgas, Korrelation oder eine Kamerauntersuchung. Mehrere Verfahren werden kombiniert, bis der Schadenspunkt belastbar eingegrenzt ist.
Die Messung ist in den meisten Fällen zerstörungsfrei. Manchmal braucht es eine kleine Zugangsöffnung oder nach erfolgreicher Ortung eine punktuelle Öffnung für die Reparatur. Unnötige Suchschäden und großflächiges Aufstemmen auf Verdacht werden vermieden.
Eine Standard-Ortung liegt häufig zwischen 200 und 600 Euro. Verfahren, Zugänglichkeit, Fläche, Leitungsverlauf und Notdienstzeit beeinflussen den Preis; komplexe Ortungen in Estrich oder Flachdach können 1.500 bis 2.000 Euro kosten. Reparatur und Trocknung sind separate Leistungen.
Bei einem versicherten Leitungswasserschaden übernimmt häufig die Wohngebäudeversicherung die notwendige Schadensermittlung, teils auch bei ergebnisloser, fachlich begründeter Suche. Hausrat betrifft bewegliches Eigentum. Deckung und Freigabe hängen vom Vertrag ab; informieren Sie den Versicherer möglichst vor größeren Maßnahmen.
Für fest installierte Leitungen und das Gebäude ist grundsätzlich der Vermieter zuständig. Mieter sollten den Schaden sofort melden, Wasser begrenzen und dokumentieren. Bei schuldhaft verspäteter Meldung oder grober Fahrlässigkeit kann eine Beteiligung entstehen.
Ein klar eingrenzbarer Schaden lässt sich oft in ein bis drei Stunden orten. Verzweigte Netze, mehrere mögliche Ursachen, Flachdächer oder große erdverlegte Leitungen benötigen länger. Eine seriöse Dauer ergibt sich nach der ersten Prüfung.
Sie erhalten Befund, Fotodokumentation und eine Empfehlung. Anschließend wird die Stelle gezielt geöffnet und repariert. Sind Estrich oder Dämmschicht nass, folgen Bautrocknung und erst danach die Wiederherstellung der Oberflächen.
Bei Fußbodenheizungen helfen Thermografie, Druckprobe und Prüfgas. Flachdächer werden je nach Aufbau mit Rauchgas, Tracergas oder elektrischen Verfahren untersucht. Pools benötigen Druckprüfung, Prüfgas oder UV-Fluoreszenz; Erdleitungen meist Akustik, Korrelation und Tracergas.
Jetzt Schaden begrenzen
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